Dein Mindset warten – auch ohne Routinen

Warum ein gesundes Mindset nicht wartungsfrei ist

Wir kennen es alle: Wenn ich mich auf das Erfühlen meiner (wahren) Bedürfnisse und all die Fülle in meinem Leben fokussiere, bin ich glücklicher. Wenn ich mich umschaue und mir nicht nur rational, sondern auch emotional bewusst mache, wie gut es mir mit meinem Leben geht, dann bin ich dankbar und zufrieden(er). Energetisch würde man da sagen: Ich schwinge auf einer höheren Frequenz.

Ach, das liebe Ego

Und dann kommt der Alltag, vielleicht noch ein Routinen-Zertrümmerer wie ein schöner Urlaub und zack: Ich rutsche mehr und mehr in die allgemein übliche Einstellung „Mangel“, denke, mir fehlt etwas zum Glücklich sein. Mein Ego malt eifrig Szenarien mit der wiederkehrenden Story „Wen ich erst … dann bin ich glücklich!“. Und damit kommt es eine ganze Weile durch – bis ich wieder bewusstwerde und das Ego mit seiner Nummer auffliegt. Dann komme ich zu mir zurück, wähle, die Fülle in meinem Leben wahrzunehmen und komme zur Ruhe, der Hustle, die Angst, nicht genug zu sein/zu haben/zu tun lässt nach und die Lebensqualität verbessert sich.

Mindset-Wartung auch ohne Routinen

Für Menschen, die sich mit Routinen wohl fühlen und die Routinen leicht beibehalten, kann eine Morgenroutine mit einem Check-In und einer Meditation eine super Sache sein, um das eigene Mindset zu warten. Was aber, wenn du (wie ich auch) irgendwie mit der Regelmäßigkeit, dem Dinge Durchziehen, der Routine oder schlicht dem Element Erde so deine Struggle hast? Naja – dann wirst du aus deinen neuen Gewohnheiten öfter einmal herausfallen. Aber weißt du, was das auch bedeutet? Du hast die Möglichkeit, ganz aktiv und alltagstauglich zu üben, wie du deine Gedanken wählst. Wie du vom Mangel wieder in die Fülle umschaltest. Zack. Und irgendwann wird das so einfach, wie das Licht anzuknipsen.

Also: Was kannst du tun?

Ohne Routine aber mit Erfolg: Routine findest du schwierig? Dann wähle Chaos! Stelle dir Handywecker zu verschiedenen Uhrzeiten um dich an einen kurzen Check-In zu erinnern. Verstecke dir kleine Zettel mit Fragen an dich selbst in der Wohnung oder bitte jemand anderen, das zu tun. Suche dir eine Zahl aus und betrachte für ein paar Atemzüge deine Gedanken, immer wenn du sie irgendwo siehst.
Höre auf deinen Körper: Er ist das beste Frühwarnsystem. Du hast einen Kloß im Hals? Ziehst die Schultern hoch? Spannst deinen Bauch an? Achtung! Dein Körper fängt gerade eine ganze Portion Stress für dich ab. Zeit, einmal hinzusehen. Einfach an einen ruhigen Ort setzen und mal in die angespannte Stelle reinatmen. Was treibt dich um? Welche Geschichte erzählst du dir?

Du sitzt am Steuer: Wähle, was zu deinem Mindset gehört

Ok. Du siehst deine Gedanken jetzt und sie rufen: „Ahhh, mir fehlt dies und das und wir haben nicht, was die anderen haben und aaaaah, wenn wir nur glücklich sein könnten!“ Kennst du? Kenn ich auch. Der erste Schritt: Überprüfe, ob das wahr ist. Wärst du wirklich glücklicher, wenn du endlich das hättest, was du gerade vermisst? Wie oft hat das schon funktioniert? Gut, manchmal ist ein Wunsch super-stark und besteht diesen Test. Dann frage dich mal: Welches Bedürfnis erfüllt dieser Wunsch? Anerkennung, Liebe, Hunger, Zugehörigkeit, you name it? Und: Ist das ein guter Weg, um dieses Bedürfnis zu befriedigen? Ja? Na dann los! Nein? Dann lies weiter 😉

Wenn du feststellst, dass dein Wunsch mehr ein Symptom für etwas ist, das dir gerade fehlt, dann weißt du, was zu tun ist: Erfüll dein Bedürfnis. Wähle dazu, was dir wirklich sinnvoll erscheint. Wenn du feststellst, dass er eine Ablenkung von einem anderen Problem ist: Widme dich dem, dann lässt die Anspannung auch nach.

Und jetzt? Ab in die Fülle

Auch wenn du nicht alles hast, was dein Kopf sich ausmalen kann – vielleicht hast du trotzdem genug? Schau dich mal um und probiere, Mangelgedanken umzuformulieren.

Statt „Ich brauche unbedingt eine schönere Wohnung, dann kann ich da auch tolle Spieleabende mit Freunden schmeißen“ versuche „Ich mache hier einmal sauber, stelle mir frische Blumen hin und lade die Menschen ein, mit denen ich Zeit verbringen möchte.“ Oder statt „Wenn ich erst ein Auto hätte, dann könnte ich jetzt zum Baumarkt fahren und Material für mein cooles Projekt kaufen“ versuche es mal mit „Ich kann mir cooleres Material besorgen, weil ich das Geld nicht für ein Auto ausgeben muss“ – oder was eben in deinem Fall Sinn ergibt. Schau darauf, was jetzt schon möglich ist. Schau auf die Lösungen und die Fülle, die bereits für dich bereitliegen.

Heißt das jetzt, dass du dir keine Wünsche mehr erfüllen sollst? Natürlich nicht, wo kämen wir denn da hin! Aber: Aus Mangel heraus handelst du leichter unreflektiert und bekämpfst Symptome statt Ursachen. Aus der Fülle heraus wählst du selbstbewusst und aktiv, was dein Leben bereichern darf.

Alles Liebe

Ela 💫

Ela Glaevke Holistic Coaching

Hi, ich bin Ela! Systemische Coachin, Germanistin, Bildungs­wissenschaftlerin und moderne Hexe.

Hier blogge ich zu Themen aus Coaching, Spiritualität und Weiblichkeit

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